Bombenanschläge 2006 Richter spricht zwölf Mumbai-Attentäter schuldig

In der indischen Stadt Mumbai rissen Bomben 2006 mehr als 180 Menschen in den Tod. Der Prozess gegen die Attentäter steht vor dem Ende - sie müssen mit der schärfsten Strafe rechnen.

Mumbai 2006: Bomben im Zug
REUTERS

Mumbai 2006: Bomben im Zug


Ein Gericht in Indien hat zwölf Männer schuldig gesprochen, die wegen der Planung der Mumbai-Attentate im Jahr 2006 angeklagt sind. Damals explodierten innerhalb von 15 Minuten sieben Bomben in gefüllten Pendlerzügen und rissen mehr als 180 Menschen in den Tod. Es war einer der schwersten Anschläge seit dem 11. September.

Der Prozess gegen die 13 Männer dauerte mehr als sieben Jahre, es traten mehr als 200 Zeugen auf. Der Richter will das Strafmaß für die Verurteilten am Montag verkünden. Sie müssen mit der Todesstrafe rechnen. Ein Mann wurde freigesprochen.

Die Ermittler sind überzeugt davon, dass der pakistanische Militärgeheimdienst ISI hinter den Anschlagsplänen steckt. Ausgeführt hätten sie Mitglieder der islamistischen Terrororganisation Lasckar-e-Taiba mit Unterstützung der militanten Studentenorganisation Islamic Movement of India. Pakistan bestreitet die Vorwürfe aus Indien.

Im Jahr 2008 gab es erneut Anschläge in Mumbai. Damals explodierten ebenfalls binnen kurzer Zeit mehrere Bomben in der Millionenstadt. Mehrere Attentäter kamen ums Leben. Ein Täter wurde hingerichtet.

sms/AP/Reuters



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