Terror-Prozess Motassadeq beteuert erneut seine Unschuld

Im neu aufgerollten Hamburger Terroristenhelfer-Prozess gegen Mounir El Motassadeq geht es nur noch um die Festsetzung einer Strafe. Der Angeklagte muss mit bis zu 15 Jahren Haft rechnen, beteuert jedoch nach wie vor seine Unschuld.


Hamburg - "Ich kann bei Gott schwören, dass ich nicht wusste, dass die Attentäter in Amerika sind, dass ich nicht wusste, was sie machen wollten", sagte Motassadeq vor dem Hamburger Oberlandesgericht. "Aber die Wahrheit wollen Sie nicht hören." Motassadeq sprach weiter von vielen Behauptungen und Schlussfolgerungen, die nicht stimmten.

In dem mittlerweile dritten Strafverfahren gegen den Helfer der Todespiloten um Mohammed Atta geht es um die Festsetzung einer neuen Strafe. Der Bundesgerichtshof hatte den Schuldspruch des Hamburger Gerichts gegen den Marokkaner Mitte November 2006 verschärft. Er war zuvor nur wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Nach Ansicht der Karlsruher Richter ist El Motassadeq auch der Beihilfe zum Mord an den 246 Passagieren und Besatzungsmitgliedern der am 11. September 2001 in den USA zum Absturz gebrachten vier Flugzeuge schuldig. Er muss nun mit bis zu 15 Jahren Haft rechnen. Das Urteil soll bereits am Montag verkündet werden.

jto/ddp



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