Terroranschläge Streit über Millionenausgleich für 11.-September-Helfer

657 Millionen Dollar hat die Stadt New York rund zehntausend Polizisten, Feuerwehrleuten, Sanitätern und Bauarbeitern zugesprochen, die nach den Anschlägen vom 11. September in den Trümmern des World Trade Centers arbeiteten. Doch nun stellt ein Bundesrichter diese Regelung in Frage.

REUTERS/NYPD

New York - Erst kürzlich hatten sich die Stadt New York und die Anwälte der Geschädigten geeinigt. Insgesamt sollten die Polizisten, Feuerwehrleute, Sanitäter und Bauarbeiter, die an den Aufräumarbeiten an Ground Zero beteiligt waren, umgerechnet 481 Millionen Euro erhalten.

Die Helfer hatten nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 von Gesundheitsproblemen berichtet - von Atemwegserkrankungen über Asthma bis hin zu Krebs. Ursache soll der Staub sein, der beim Einsturz der Hochhaustürme freigesetzt wurde.

Doch nun lehnt ein US-Bundesrichter das Angebot New Yorks ab: Die Vereinbarung sehe nicht genügend Geld vor, sagte Bezirksrichter Alvin Hellerstein. Zudem gehe ein zu großer Anteil für Anwalts- und Gerichtskosten ab. Vor seiner Entscheidung hatte Hellerstein mehrere Einsatzkräfte zu ihren Erkrankungen befragt. Er werde nicht über eine Einigung den Vorsitz führen, "die auf Angst und Unkenntnis basiert", erklärte der Richter am Freitag. Mindestens ein Drittel der aus Bundesmitteln bestrittenen Summe sollte voraussichtlich an die Anwälte der Geschädigten gehen. Einige Kläger hatten sich vor Beginn des Verfahrens sogar bereit erklärt, mindestens 40 Prozent ihrer Entschädigung für ihre Anwalts- und Gerichtskosten aufzuwenden.

Die Helfer hätten sich binnen 90 Tagen für das Abkommen entscheiden müssen, das eine Berechnung der Entschädigung nach einem komplizierten Punktesystem vorsah.

jul/apn

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