Terrorverdächtige Weitere Festnahmen in Großbritannien

Die britische Polizei hat ihre Terroristenjagd mit sieben weiteren Festnahmen vorangetrieben. Unterdessen dementieren die Ermittler Fahndungen nach einer dritten Terrorzelle.


London/Rom - Bei zwei Razzien in Brighton wurden im Zusammenhang mit den fehlgeschlagenen Anschlägen vom 21. Juli sechs Männer und eine Frau gefasst, wie ein Sprecher mitteilte. Insgesamt befinden sich derzeit 19 Personen in Gewahrsam, die mit den beiden Londoner Anschlagsserien der vergangenen Wochen in Verbindung gebracht werden.

Berichte, wonach die Polizei nach einer dritten Terrorzelle fahndet, wies Scotland Yard indes zurück. Die Polizei fahnde weiterhin nach Hintermännern und Geldgebern der Attentäter, aber nicht nach einer dritten Gruppe, sagte eine Polizeisprecherin der britischen Nachrichtenagentur PA.

Der Londoner Polizeichef Ian Blair betonte, die Attentäter vom 21. Juli hätten sehr wohl Menschen töten wollen. Die Attentate seien vermutlich deshalb fehlgeschlagen, weil die Zünder der Sprengsätze nicht richtig funktionierten.

Der spanische Geheimdienst geht davon aus, dass hinter den jüngsten Londoner Anschlägen eine umfassende Organisation steckt. Geheimdienstchef Alberto Saiz sagte in einem Interview der Zeitung "El País", es gebe kaum Parallelen zu den Terroranschlägen in Madrid im vergangenen Jahr. Bei den Londoner Attentätern handele es sich offenbar nicht um eine isolierte Gruppe, sondern "die Entscheidung kommt von oben", wurde Saiz zitiert.



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