Toter Säugling in den USA Vater versuchte, überhitztes Baby im Kühlschrank abzukühlen

Vier Stunden vergaß ein Texaner seine Tochter bei Hitze im Auto, dann wollte er ihr offenbar im Kühlschrank Linderung verschaffen. Der sechs Monate alte Säugling starb, der Vater ist wegen Totschlags angeklagt.

Ein Texaner, der für den Tod seiner sechs Monate alten Tochter verantwortlich gemacht wird, soll den Säugling bei Hitze in einem Auto vergessen und dann zum Abkühlen in den Kühlschrank gelegt haben. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurden.

Der 33 Jahre alte arbeitsuchende Highschool-Lehrer hat nach eigener Aussage seine drei und fünf Jahre alten Kinder in den Kindergarten gebracht, den Säugling nach der Heimkehr aber auf dem Rücksitz des Autos vergessen. Er sei ins Haus gegangen und eingeschlafen. Seine Frau war laut Polizei zum Zeitpunkt des Vorfalls bei der Arbeit.

Etwa vier Stunden später habe er seine Tochter dann in ihrem Autositz festgeschnallt entdeckt. Die Außentemperatur lag zu diesem Zeitpunkt etwa bei 32 Grad Celsius.

In einer eidesstattlichen Versicherung gab er an, das Mädchen sei steif und "heiß wie ein Ziegelstein" gewesen. Er habe es mit ins Haus genommen, in den Kühlschrank gelegt und den Krankenwagen gerufen.

Erst später habe er versucht, seine Tochter auf dem Küchenboden wiederzubeleben, bevor die Rettungskräfte eintrafen.

Am Dienstag war der Mann ins Gefängnis von Collin County, rund 60 Kilometer nordöstlich von Dallas, gebracht und anschließend auf Kaution freigelassen worden. Die Anklage gegen ihn lautet auf Totschlag.

sun/AP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.
Mehrfachnutzung erkannt
Bitte beachten Sie: Die gleichzeitige Nutzung von SPIEGEL+-Inhalten ist auf ein Gerät beschränkt. Wir behalten uns vor, die Mehrfachnutzung zukünftig technisch zu unterbinden.
Sie möchten SPIEGEL+ auf mehreren Geräten zeitgleich nutzen? Zu unseren Angeboten