Amoklauf von Texas Zahl der Todesopfer steigt auf acht

Ein Schütze hat in Texas sieben Menschen erschossen, die Polizei tötete ihn nach dem Angriff. Das Tatmotiv ist weiterhin unklar.

Polizisten sperren einen Teil eines Gehwegs in Odessa ab:
DPAMark Rogers/Odessa American/AP/dpa

Polizisten sperren einen Teil eines Gehwegs in Odessa ab:


Es hatte mit einer normalen Verkehrskontrolle begonnen: Im US-Bundesstaat Texas eröffnete ein Mann das Feuer, als Polizisten ihn auf einer Autobahn zwischen den Städten Odessa und Midland stoppen wollten. Zunächst waren fünf Todesopfer des Angriffs gemeldet worden. Inzwischen ist die Zahl der Opfer auf sieben gestiegen. Das melden etwa der US-Sender Fox News und die Nachrichtenagentur AP.

Der etwa Mitte 30 Jahre alte Weiße wurde danach auf dem Parkplatz eines großen Kinos in Odessa/Texas erschossen, wie die örtliche Polizei am Samstagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz erklärte.

Erneute Debatte über das US-Waffenrecht

Nur vier Wochen nach den Schusswaffenangriffen von El Paso und Dayton mit Dutzenden Toten entfachte der Vorfall in Texas erneut die Debatte über das US-Waffenrecht. Ex-Vizepräsident Joe Biden, der sich bei den Demokraten um die Präsidentschaftskandidatur bewirbt, verurteilte die fortdauernde Waffengewalt. "Diese Epidemie" müsse beendet werden.

US-Präsident Donald Trump schrieb auf Twitter, Justizminister William Barr habe ihn über den Vorfall informiert. Die Bundespolizei FBI befasse sich mit dem Fall.

Bei einer mutmaßlich rassistisch motivierten Attacke im texanischen El Paso an der Grenze zu Mexiko hatte am 3. August ein 21-jähriger Weißer 22 Menschen erschossen. Kurz darauf tötete ein 24-Jähriger in Dayton im Bundesstaat Ohio neun Menschen, bevor er von der Polizei erschossen wurde.

vks/AP/AFP



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