Wegen Majestätsbeleidigung inhaftiert Thailändischer Student wurde freigelassen

Weil er einen kritischen Medienbericht über Thailands König im Netz verbreitet hat, musste ein Student ins Gefängnis. Nun ist er begnadigt worden.

Pai Dao Din wird nach seiner Freilassung in Thailand von seiner Mutter umarmt
Yodsapon KERDVIBOON / The Isaan Record / AFP

Pai Dao Din wird nach seiner Freilassung in Thailand von seiner Mutter umarmt


Der thailändische Student und Aktivist Jatupat Boonpattararaksa ist nicht länger im Gefängnis. Der thailändische König Maha Vajiralongkorn begnadigte den 28-Jährigen kurz vor dem Ende von dessen Haftstrafe. Diese wäre im Juni vorüber gewesen.

Boonpattararaksa, besser bekannt als "Pai Dao Din", war 2017 wegen Majestätsbeleidigung zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Bangkok sah es als erwiesen an, dass der damals 26-Jährige König Vajiralongkorn im Internet verunglimpft habe. Dem Regimekritiker wurde zur Last gelegt, dass er auf Facebook einen Artikel weiterleitete, den der britische Sender BBC kurz zuvor über den neuen König veröffentlicht hatte.

In Thailand ist das Königshaus durch ein strenges Gesetz geschützt. Seit der Machtübernahme der pro-monarchistischen Junta 2014 registrieren Menschenrechtler eine steigende Zahl der Fälle angeblicher Majestätsbeleidigung, seit dem Amtsantritt des neuen Königs Maha Vajiralongkorn wurde die Strafverfolgung weiter intensiviert.

Strafe halbiert

Ein Provinzgericht hatte Pai Dao Din zunächst zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Die Strafe wurde halbiert, da der Student sich schuldig bekannte. "Pai hat gestanden. Er wusste, dass es sinnlos gewesen wäre, sich gegen die Anschuldigungen zu wehren," sagte sein Anwalt damals.

Boonpattararaksa war der Erste, der nach der Thronbesteigung von König Vajiralongkorn im Dezember 2016 wegen des Vorwurfs der Majestätsbeleidigung angeklagt worden war. Der Link, den Boonpattararaksa verbreitet hatte, wurde von mehr als 2000 Menschen geteilt.

jpz/AP



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