Meth statt Meditation Thailändische Mönche in Entzugsklinik geschickt – Tempel verwaist

Weil die Mönche Drogen konsumiert haben, steht ein buddhistischer Tempel in Thailand derzeit leer. Die Geistlichen wurden zum Entzug in eine Klinik beordert.
Methamphetamin (Symbolbild)

Methamphetamin (Symbolbild)

Foto: Z1006 Matthias Hiekel/ dpa

Wegen positiver Drogentests sind in Thailand alle Mönche eines buddhistischen Tempels zum Entzug geschickt worden. Die vier Mönche eines Tempels im ländlichen Bezirk Bung Sam Phan, darunter ein Abt, seien positiv auf die synthetische Droge Methamphetamin getestet worden, sagte Behördenvertreter Boonlert Thintapthai am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Die Mönche seien daher zum Drogenentzug in eine Klinik geschickt worden.

»Der Tempel hat nun keine Mönche mehr«, schilderte der Behördenvertreter. Die Anwohner seien daher besorgt, dass sie ihren religiösen Pflichten nicht mehr nachkommen könnten, indem sie etwa die Mönche mit Essen versorgen. Daher würden andere buddhistische Mönche in den Tempel beordert. Auch die »Bangkok Post«  berichtete über den Fall.

Über Laos nach Thailand geschmuggelt

Thailand gilt als ein wichtiges Transitland für den illegalen Handel mit Methamphetamin. Nach Angaben des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC ) wird die Droge in Myanmars Bundesstaat Shan hergestellt und dann über Laos nach Thailand geschmuggelt.

Dort soll eine Meth-Pille im Straßenverkauf für weniger als 20 Baht (0,54 Euro) zu bekommen sein. In den vergangenen Jahren haben die Behörden in verschiedenen südasiatischen Staaten immer wieder Rekordmengen an Methamphetamin beschlagnahmt.

wit/AFP

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