Umstrittene Gesetze US-Bürger droht in Thailand wegen schlechter Hotelbewertung Gefängnis

"Unfreundliches Personal": Weil er sein Hotel zu Unrecht schlecht bewertet sah, zeigte ein Gastronom einen US-Amerikaner an. Der kritische Gast muss nun mit zwei Jahren Gefängnis rechnen.
Strand in Thailand: Der Hotelbesitzer beruft sich auf Anti-Verleumdungsgesetze

Strand in Thailand: Der Hotelbesitzer beruft sich auf Anti-Verleumdungsgesetze

Foto: Mladen Antonov/ AFP

Eine negative Kritik für ein Urlauberresort könnte einen US-Bürger in Thailand ins Gefängnis bringen. Wie die Polizei der thailändischen Insel Koh Chang mitteilte, erstattete der Besitzer eines Hotels Strafanzeige gegen den Gast wegen Rufschädigung. Der Betroffene, der in Thailand arbeitet, wurde demnach von der Einwanderungspolizei festgenommen. Ihm drohen bis zu zwei Jahre Haft.

Organisationen kritisieren strenge Anti-Verleumdungsgesetze

Der US-Gast hatte sich im Juli in einem Kommentar auf der Reiseplattform TripAdvisor über das "unfreundliche Personal" des Hotels beschwert. Dieses verhalte sich, als seien Gäste unerwünscht. Laut einem Sprecher der thailändischen Polizei war der Mann mit dem Personal in Streit geraten, weil er für Alkohol, den er in das Hotel mitgebracht hatte, kein Korkengeld zahlen wollte.

Thailands strikte Anti-Verleumdungsgesetze werden von Menschenrechtsaktivisten und Organisationen zur Verteidigung der Pressefreiheit scharf kritisiert. Die Gesetze würden von einflussreichen Akteuren dazu genutzt, Meinungsfreiheit zu unterdrücken.

koe/AFP
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