Thailand Zehn Jahre Haft für Schweizer wegen Majestätsbeleidigung

Drakonische Strafe wegen Majestätsbeleidigung: Ein 57-jähriger Schweizer muss in Thailand für zehn Jahre ins Gefängnis. Er hatte in angetrunkenem Zustand mehrere öffentliche Porträts des Königs mit Farbe besudelt.


Bangkok - Ein Gericht in Chiang Mai rund 560 Kilometer nördlich von Bangkok verurteilte den Mann zunächst zu 20 Jahren Haft. Der Richter reduzierte die Strafe aber umgehend auf die Hälfte, weil der Mann seine Schuld zugegeben hatte.

Thailand hat strikte Gesetze gegen Majestätsbeleidigung. Jeder Anklagepunkt kann mit 15 Jahren Haft geahndet werden. Der Schweizer, der seit zehn Jahren in Chiang Mai lebte, hatte sich in fünf Fällen schuldig bekannt, was ihm theoretisch eine Strafe von 75 Jahren hätte einbringen können. König Bhumibol Adulyadej, 79, wird in Thailand tief verehrt.

jto/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.