Thüringen Mutter soll Baby erschlagen haben

In Gera ist erneut ein Fall von Kindstötung bekannt geworden: Eine 24-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Sie soll ihre sechs Wochen alte Tochter so schwer auf den Boden geschlagen haben, dass sie an den Verletzungen starb.


Gera - Die Frau sitzt bereits seit dem 14. November in Untersuchungshaft wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera. Die 24-Jährige soll ihr sechs Wochen altes Baby mehrmals auf den Boden geschlagen haben. Das Kind erlitt einen Schädelbruch und starb wenige Tage später in einer Klinik. Die Mutter hatte zuvor den Notarzt alarmiert. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie das Kind retten wollte.

Anfang 2008 soll Anklage erhoben werden. Der Fall sei mit den jüngsten Fällen von Kindstötung in Deutschland nicht vergleichbar, sagte der Sprecher. Die Frau habe das Kind retten wollen. Daher sei die Öffentlichkeit nicht informiert worden.

Erst vor knapp zwei Wochen war eine Babyleiche in Nordhausen gefunden worden. Gegen die 27-jährige Mutter wird wegen Totschlags durch Unterlassen ermittelt, weil das Kind offensichtlich nach der Geburt nicht versorgt wurde. Die Frau hatte zuvor Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe aufgenommen und um Hilfe gebeten.

jjc/AFP/AP



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