Verdacht auf Drogenhandel und Geldwäsche Sieben Festnahmen nach Razzia bei Neonazi-Bruderschaft »Turonen«

Hunderte Beamte haben in mehreren Bundesländern Gebäude durchsucht. Es gab sieben Festnahmen. Beschlagnahmt wurden unter anderem gefälschte Impfpässe – und ein alter US-Streifenwagen.
Polizeiwagen (Symbolbild)

Polizeiwagen (Symbolbild)

Foto: Shotshop / IMAGO

Bei einer groß angelegten Razzia im Umfeld der Thüringer Nazi-Bruderschaft »Turonen« haben Beamte sieben Männer festgenommen, darunter mehrere Neonazis. Drei der Festgenommenen gehören laut der Staatsanwaltschaft Gera zur Bruderschaft, zwei weitere stünden ihr nahe. Die anderen beiden Festgenommenen hätten Geschäfte mit der Bruderschaft gemacht.

Den Festgenommenen werden Drogenhandel, Geldwäsche und Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Eine Person sei in Griechenland festgenommen worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft auf SPIEGEL-Nachfrage mit. Zuerst hatte der MDR berichtet .

Anabolika, ein amerikanischer Streifenwagen und eine Harley-Davidson sichergestellt

Die Razzia fand am Donnerstagmorgen in Thüringen, Schleswig-Holstein und Berlin statt. Laut Polizei waren mehr als 500 Beamte daran beteiligt, und durchsuchten insgesamt 26 Objekte. Die Razzia dauerte am Donnerstagvormittag noch an. Der Ermittlungskomplex umfasse fünf Ermittlungsverfahren, die sich gegen insgesamt zehn Beschuldigte richteten.

Es seien unter anderem Bargeld, Anabolika, gefälschte Impfpässe, ein alter amerikanischer Streifenwagen, Handys mit Verschlüsselungssoftware und eine Harley-Davidson sichergestellt worden, hieß es. Bereits im Februar hatte es eine Razzia im Thüringer Neonazi-Umfeld gegeben, anschließend hatte die Staatsanwaltschaft gegen Mitglieder der »Turonen« Anklage erhoben .

has