Thüringer Todesfälle Gesuchte Frau stellt sich der Polizei

Im Zusammenhang mit dem Polizistenmord in Heilbronn im Jahr 2007 und einer Explosion in einem Wohnhaus in Zwickau fahndete die Polizei nach einer 36-Jährigen. Jetzt hat sich die Gesuchte in Jena gestellt. Dies bestätigte ein Polizeisprecher.
Tatort in Heilbronn (2007): Heiße Spur im Fall der erschossenen Beamtin

Tatort in Heilbronn (2007): Heiße Spur im Fall der erschossenen Beamtin

Foto: Bernd Weißbrod/ dpa

Jena - Fieberhaft hatte die Erfurter Polizei nach der Frau gesucht, die mit zwei Männern zusammengelebt haben soll, deren Leichen am Freitag in einem Wohnmobil in Eisenach gefunden wurden. Bei den Toten fanden die Ermittler die Dienstwaffen einer 2007 in Heilbronn getöteten Polizistin und ihres damals schwerverletzten Kollegen.

Das Wohnhaus, in dem das Trio lebte, wurde am Sonntag von einer Explosion erschüttert. Die Frau hatte sich kurz vorher aus dem Gebäude entfernt und war seitdem von der Polizei gesucht worden. Jetzt hat sie sich gestellt.

Bei der Frau handelt es sich laut Fahndungsaufruf der Polizei um die 36-jährige Beate Z. Sie soll in der Vergangenheit mehrere Decknamen benutzt haben. So sei sie ihren Nachbarn im Zwickauer Stadtteil Weißenborn als Susann Dienelt - Spitzname Lise - bekannt gewesen. Aber auch den Namen Mandy Struck soll die Frau verwendet haben.

Jetzt erklärte ein Polizeisprecher, die gesuchte Frau sei am Dienstag mit ihrem Rechtsanwalt bei der Polizei in Jena erschienen und habe sich gestellt. Er bestätigte damit einen Bericht des Radiosenders Antenne Thüringen.

Derzeit wird darüber spekuliert, ob die beiden tot aufgefundenen mutmaßlichen Bankräuber eine Verbindung in die Neonazi-Szene hatten. Die beiden Männer im Alter von 34 und 38 Jahren sollen nach Darstellung der Thüringer Linke-Fraktion mit Jenaer Neonazis in Kontakt gestanden haben.

Über die Identität der beiden in einem Wohnmobil in Thüringen gefundenen Leichen hüllen sich die Ermittler weiter in Schweigen. Die Identität der toten Männer sei geklärt, werde aus ermittlungstechnischen Gründen aber geheim gehalten, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag in Gotha auf dapd-Anfrage. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Zwickau wollte weder bestätigen noch dementieren, dass es sich dabei um Neonazis gehandelt hat.

ala/dapd/dpa
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