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Tiergartenmord Die Spur eines zweiten Manns führt nach Russland

BKA und Bundesanwaltschaft haben einen weiteren Russen ausgemacht, der an der Vorbereitung des Mordes im Kleinen Tiergarten in Berlin beteiligt gewesen sein könnte.
aus DER SPIEGEL 27/2020
Fahrrad am Tatort in Berlin

Fahrrad am Tatort in Berlin

Foto:

Olaf Wagner / BILD

Als Roman D. am 3. August vergangenen Jahres die Grenze von Weißrussland nach Polen überquerte, erregte er bei den Beamten keinen Verdacht. Er saß am Steuer eines Infiniti Q50 des Autoherstellers Nissan. Laut Reisepass war er ein russischer Staatsbürger aus Sankt Petersburg. Er hatte ein gültiges Visum für den Schengenraum.

Und so konnte er an jenem Samstag um 13.42 Uhr unbeschwert nach Polen einreisen – und damit in die Europäische Union mit ihren offenen Binnengrenzen.

Knapp elf Monate später ist die Reise Teil eines brisanten Vorgangs in Deutschland. Ermittler des Bundeskriminalamts (BKA) und der Bundesanwaltschaft vermuten, dass Roman D. an der Vorbereitung des Berliner Tiergartenmords im August 2019 beteiligt gewesen sein könnte.

Generalbundesanwalt Peter Frank hat den mutmaßlichen Täter, den russischen Staatsangehörigen Vadim Krasikov, in der vergangenen Woche angeklagt: Er soll den Exiltschetschenen Zelimkhan Khangoshvili im Auftrag der Regierung von Wladimir Putin ermordet haben. Recherchen des SPIEGEL und der Investigativplattform Bellingcat legen eine Beteiligung von Putins Geheimdienst FSB an dem Attentat nahe.

Damit steht der Vorwurf des Staatsterrorismus im Raum. Es ist ein spektakulärer Fall, in Deutschland wohl nur vergleichbar mit dem Mykonos-Attentat 1992, bei dem iranische Agenten ein Restaurant in Berlin stürmten und vier Regimegegner töteten.

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