Todesstrafe in den USA Alabama richtet verurteilten Mörder hin

Vor drei Jahrzehnten erstach Christopher Price einen Pastor, nun wurde der 46-Jährige in Alabama exekutiert. Der Bundesstaat New Hampshire schaffte derweil die Todesstrafe ab.

Christopher Price in Atmore, Alabama
Alabama Department of Corrections/ REUTERS

Christopher Price in Atmore, Alabama


Wenige Tage vor dem Weihnachtsfest im Jahr 1991 brach Christopher Price in die Wohnung eines Pastors ein: Ermittlern zufolge stach er mit einem Schwert und einem Dolch auf den Geistlichen ein und tötete ihn. Seine Ehefrau wurde verletzt.

Für den Mord wurde Price 1993 zum Tode verurteilt. Am Donnerstagabend bekam der inzwischen 46-Jährige in einer Justizvollzugsanstalt in Atmore im Bundesstaat Alabama eine Giftspritze verabreicht. Den Behörden zufolge sagte er kurz vor seinem Tod: "Ein Mann ist viel mehr als sein schlimmster Fehler."

Price hatte vor Gericht gestanden, an dem Raubüberfall beteiligt gewesen zu sein. Er stritt aber ab, das Ehepaar verletzt zu haben. Der zweite Täter, Kelvin Coleman, hatte sich des Mordes und Raubes schuldig bekannt und sitzt derzeit eine lebenslange Haftstrafe ab.

Price war der neunte Insasse in den USA, der in diesem Jahr hingerichtet wurde und der dritte im Bundesstaat Alabama.

Hinrichtungen seit 1976

Der kleine Ostküstenstaat New Hampshire schaffte derweil als 21. der 50 US-Bundesstaaten die Todesstrafe ab. Nach dem Abgeordnetenhaus überstimmte am Donnerstag auch der Senat ein entsprechendes Veto des republikanischen Gouverneurs Chris Sununu mit ausreichender Mehrheit.

Die Diskussion in New Hampshire war allerdings weitgehend theoretisch, da dort wie in vielen anderen US-Bundesstaaten seit Jahren keine Todesurteile mehr vollstreckt wurden.

Nach Angaben des unabhängigen Death Penalty Information Center der USA wurden im vergangenen Jahr landesweit 28 Menschen hingerichtet, davon alleine 13 in Texas. In den vergangenen 20 Jahren ist die Tendenz insgesamt stark rückläufig.

Video: Todesstrafe in den USA

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aar/Reuters/dpa

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