Todesurteil Saudi soll enthauptet und ans Kreuz geschlagen werden

Drastisches Todesurteil in Saudi-Arabien: In Riad soll ein junger Mann enthauptet werden, weil er vier kleine Jungen sexuell missbraucht hat. Doch damit nicht genug - "zur Abschreckung" soll die kopflose Leiche dann auch noch ans Kreuz genagelt werden.


Riad - Wie die saudische Zeitung "Okaz" am Dienstag berichtete, hatte die Polizei den Täter im vergangenen Winter festgenommen, nachdem dieser in der Provinz Hail erfolglos versucht hatte, einen siebenjährigen Jungen zu verschleppen. Das Kind hatte den Mann identifiziert.

Bereits in der Vergangenheit soll der Angeklagte Kinder sexuell missbraucht haben. Eines seiner Opfer - einen dreijährigen Jungen - hatte der 22-Jährige nach der Tat in der Wüste ausgesetzt, wo das Kind qualvoll verdurstete. Ein Berufungsgericht in Saudi-Arabien entschied nun, dass die kopflose Leiche des Mannes nach der Hinrichtung "zur Abschreckung" an ein Kreuz genagelt und zur Schau gestellt werden soll.

Enthauptungs- und Kreuzigungsstrafen sind bereits im Koran erwähnt und in einigen vom Islam geprägten Staaten, darunter auch Saudi-Arabien, bis heute im Gesetz verankert. Menschenrechtsorganisationen verurteilen diese Hinrichtungsmethoden.

In Saudi-Arabien urteilen Richter auf der Grundlage einer besonders konservativen Auslegung des islamischen Rechts, die auf den Religionsgelehrten Mohammed Ibn Abdulwahab zurückgeht.

ala/dpa



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