Tödlicher Unfall in Eppendorf Angeklagter schweigt zum Prozessauftakt

Vor dem Landgericht Hamburg hat der Prozess gegen den mutmaßlichen Verursacher eines schweren Autounfalls im Stadtteil Eppendorf begonnen. Auch die Angehörigen der Verunglückten sind als Zeugen geladen. Der Angeklagte verweigert die Aussage.


Hamburg - Im Prozess um den schweren Unfall von Hamburg-Eppendorf hat der Angeklagte am ersten Verhandlungstag geschwiegen. Sein Mandant werde zur Zeit keine Angaben machen, sagte der Verteidiger am Montag vor dem Hamburger Landgericht.

Bei dem Unfall waren der Sozialwissenschaftler Günter Amendt, die Künstlerin Angela Kurrer sowie der Schauspieler Dietmar Mues und dessen Ehefrau Sibylle vor gut einem Jahr ums Leben gekommen. Laut Anklage hatte der Unfallfahrer im vergangenen März wegen eines epileptischen Anfalls auf einer Kreuzung im Stadtteil Eppendorf die Kontrolle über sein Auto verloren und war damit in eine Menschengruppe geschleudert. Im Blut des Fahrers entdeckten Mediziner den Wirkstoff THC.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 39-Jährigen fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und vorsätzliche Gefährdung des Straßenverkehrs vor. Die drei Söhne des getöteten Ehepaares Mues nehmen als Nebenkläger an dem Prozess teil.

Am Montagvormittag soll mit der Vernehmung von Zeugen begonnen werden. Insgesamt sollen 28 Zeugen und vier Sachverständige befragt werden. Für den Prozess sind zunächst neun weitere Termine angesetzt. Ein Urteil wird nicht vor Mai erwartet.

dpa/nga



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