Tödlicher Unfall Mercedes-Testfahrer kommt vor Gericht

Der von einem Mercedes-Testfahrer im Februar in Schweden ausgelöste tödliche Autounfall hat ein juristisches Nachspiel. Der Mann, der eine Passantin überfahren hatte, soll nach einem Zeitungsbericht wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht gestellt werden.


Stuttgart - Die Ermittlungen gegen den 32-jährigen deutschen Fahrer seien weitgehend abgeschlossen, sagte der zuständige Staatsanwalt Ake Hansson der "Stuttgarter Zeitung". Es fehle nur noch das abschließende Verhör, bei dem der Testfahrer und seine Anwälte mit den Ergebnissen der Untersuchungen konfrontiert würden. Es soll in Kürze in Schweden stattfinden.

Dem Autotester wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Sein Mercedes soll bei einer Fahrt von Stuttgart ins nordschwedische Testgelände Arjeplog unweit der Stadt Sveg in einer Kurve von der Straße abgekommen sein, eine Frau erfasst und getötet haben. Dass die Kollegen des Fahrers nach dem Unfall aus dem Auto Testgeräte ausbauten, noch ehe die Polizei zur Stelle war, hatte in Schweden heftige Kritik ausgelöst.

Staatsanwalt Hansson geht laut dem Bericht davon aus, dass es vor dem Gericht in Östersund zu einem Strafverfahren gegen den Fahrer kommen wird. Es sei jedoch auch möglich, den Prozess nach Deutschland zu verlegen. Als Nebenklägerin wird die Familie der getöteten 44-jährigen Mutter zweier Kinder auftreten.



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