Totes Baby in Waschmaschine Weiterer Verdacht gegen die Mutter

Schlimmer Vermutung in Sachsen-Anhalt: Am Sonntag wurde in Großkugel die Leiche eines neugeborenen Mädchens in einer Waschmaschine gefunden. Nun steht die Mutter unter Verdacht, eine weitere Schwangerschaft verheimlicht zu haben.


Großkugel - Drei Tage nach dem Fund ihres toten Babys in einer Waschmaschine wird die 27-jährige Mutter verdächtigt, bereits im vergangenen Jahr eine Geburt verheimlicht zu haben. Ein Sprecher des Saalekreises bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der "Leipziger Volkszeitung".

Demnach habe sich eine Kinderärztin Ende 2007 an das Jugendamt der Kreisverwaltung gewandt. Die Ärztin habe damals den Verdacht geäußert, dass die Frau schwanger sei, obwohl diese das abgestritten habe.

Die Mutter habe damals die Kinderärztin mit ihrem Sohn aufgesucht und dabei schwanger ausgesehen. Dem verständigten Jugendamt erklärte die Frau damals, sie habe einen Tumor im Bauch, der operiert würde.

"Die verheimlichte Schwangerschaft ist ein ungeheuerlicher Verdacht, dem wir genau nachgehen müssen", sagte Staatsanwalt Klaus Wiechmann am heutigen Mittwoch. Wiechmann konnte allerdings noch nicht sagen, wann mit ersten Ergebnissen zu rechnen sei.

Vergangenen Sonntag hatte der Lebensgefährte der 27-Jährigen die Leiche eines neugeborenen Mädchens in der Waschmaschine gefunden. Zur Todesursache machten die Ermittler bisher keine Angaben. Die unter Totschlagsverdacht stehende Mutter werde derzeit in einem Krankenhaus behandelt, das der Leipziger Justizvollzugsanstalt angegliedert sei.

bog/AP/dpa



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