Trayvon-Martin-Todesschütze George Zimmerman soll angeschossen worden sein

Immer wieder gerät er in Handgreiflichkeiten, die ihn vor Gericht bringen, nun brachte ihn ein Streit ins Krankenhaus: George Zimmerman, der 2012 den schwarzen Teenager Trayvon Martin tötete, soll laut Polizei angeschossen worden sein.
George Zimmerman: Immer wieder gerät er in Streit, nun wurde er angeschossen

George Zimmerman: Immer wieder gerät er in Streit, nun wurde er angeschossen

Foto: Joe Burbank/ AP/dpa

George Zimmerman ist nach Angaben der Polizei bei einem Streit angeschossen worden. Er habe Verletzungen im Gesicht, die aber nicht lebensgefährlich seien, sagte ein Polizeisprecher am Montag (bitte beachten Sie den Hinweis am Ende des Textes). Der Nachbarschaftswächter Zimmerman hatte am 26. Februar 2012 in Florida den unbewaffneten schwarzen Teenager Trayvon Martin erschossen.

Nach dem neuerlichen Zwischenfall nahe Orlando kam Zimmerman nun ins Krankenhaus, der mutmaßliche Schütze wurde festgenommen. Offenbar war ein Streit der beiden wegen aggressiven Fahrstils auf offener Straße eskaliert.

In einem international beachteten Prozess hatte Zimmerman sich erfolgreich auf Notwehr berufen. Die Geschworenen - fünf Weiße, eine Latina - gaben ihm Recht. Zimmerman wurde ein Jahr nach der Tat freigesprochen. Es folgten große Demonstrationen gegen das Urteil in mehr als hundert Städten. Der Fall rückte das in den USA verbreitete Problem rassistischer Vorurteile gegenüber Schwarzen erneut in den Blickpunkt.

Seitdem kommt Zimmerman nicht aus den Schlagzeilen: 2013 bewarf er im Streit seine damalige Lebensgefährtin mit einer Weinflasche. Auch seine Ex-Frau Shellie und eine weitere Lebensgefährtin hatte er mit einer Waffe bedroht, einem Autofahrer drohte er, ihn zu erschießen.

Update: Der Anwalt von George Zimmerman reagierte später auf die Aussagen des Polizeisprechers. Demnach wurde seinem Mandanten nicht ins Gesicht geschossen, wie es die Polizei dargestellt hatte. Zimmerman sei durch Splitter im Gesicht und am Arm verletzt worden, die Kugel habe ihn aber nicht getroffen. Die Meldung hierzu finden Sie hier.

mia/dpa/AP