Türkei Luftpirat stellt sich der Polizei

Die Entführung einer türkischen Passagiermaschine ist heute Abend in Ankara unblutig zu Ende gegangen. Der Luftpirat ergab sich der Polizei. Er hatte zuvor gedroht, das Flugzeug in die Luft zu sprengen.


Ankara - Die Boeing 737 der türkischen Fluggesellschaft "Pegasus Airlines" war am Nachmittag entführt worden. Sie war in Diyarbakir im Südosten des Landes gestartet und befand sich mit 178 Passagieren an Bord auf dem Weg nach Istanbul. Außerplanmäßig landete das Flugzeug schließlich in Ankara, wo sich der Luftpirat, ein etwa 40 Jahre alter Türke namens Mehmet Goksin Gol, den Sicherheitskräften ergab.

Ein Behörden-Sprecher sagte, Gol habe wohl aus persönlichen, nicht aus politischen Motiven gehandelt. Er habe die Piloten aufgefordert, in den Iran zu fliegen, und gedroht, die Maschine ansonsten zu sprengen, verlautete aus dem Verkehrsministerium. Zunächst hatte "CNN Turk" berichtet, bei dem Entführer handele es sich um eine Frau. Dies bestätigte sich nicht.

jdl/Reuters/dpa/AP



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