Türkei Vater soll Freund der Tochter lebendig begraben haben

Er soll ein Mädchen verführt und sich geweigert haben, sie zu heiraten. Dafür ist ein 16-Jähriger aus der Türkei nun offenbar gefoltert und lebendig begraben worden. Vater und Bruder wurden festgenommen.


Istanbul - Ein Jugendlicher in der Westtürkei ist mutmaßlich vom Vater und Bruder seiner Freundin entführt, gefoltert und lebendig begraben worden. 65 Mal sollen die Täter den Ermittlern zufolge auf den Teenager eingestochen haben. Dann begruben sie ihn bei lebendigem Leibe. Als Todesursache wurde Ersticken angegeben.

Tatverdächtig sind der 46-jährige Ahmed T. und sein Sohn Akin aus der Stadt Denizli. Die Familie hatte dem 16-jährigen Opfer vorgeworfen, mit dem Mädchen intim gewesen zu sein, dann aber eine Heirat ausgeschlagen zu haben, meldete die Nachrichtenagentur Dogan unter Berufung auf die Polizei.

Der Jugendliche war in der vergangenen Woche verschwunden. Am Sonntag dann wurde seine Leiche in einem Wald entdeckt. Der Vater und der Bruder des Mädchens wurden festgenommen. Ahmed T. soll geständig sein. Er bedauere die Tat, sagte er: "Es hatte mit Ehre zu tun."

ala/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.