Überfall auf Restaurant Regierungskreise in Mali melden Tod eines Deutschen

Unbekannte haben im Zentrum von Timbuktu offenbar ein Restaurant gestürmt und mehrere Europäer als Geiseln genommen. Regierungskreisen zufolge hat sich ein Deutscher gegen die Entführung gewehrt - und wurde erschossen.

Timbuktu im westafrikanischen Staat Mali: Geiselnahme im Restaurant
AFP

Timbuktu im westafrikanischen Staat Mali: Geiselnahme im Restaurant


Timbuktu - Bei einer Entführung von mehreren Europäern in Mali ist offenbar ein Deutscher getötet worden. Verschiedene Nachrichtenagenturen berichten unter Berufung auf Augenzeugen sowie auf Regierungskreise in der malischen Stadt Timbuktu, bewaffnete Männer seien gegen Mittag in ein Restaurant in der Stadtmitte Timbuktus gestürmt und hätten die Ausländer bedroht. Angeblich habe sich der Deutsche gegen die Verschleppung gewehrt. Da er nicht in den Wagen der Bewaffneten einsteigen wollte, sei er erschossen worden.

Aus Sicherheitskreisen war zu hören, dass es sich bei dem getöteten Deutschen um einen 58-jährigen Touristen handelt, der mit seiner Frau in Mali unterwegs war. Über die Nationalität der Verschleppten gab es zunächst keine weiteren Angaben.

Bisher gibt es keine offizielle Bestätigung über den Vorfall. Im Auswärtigen Amt geht man den Hinweisen mit Hochdruck nach, hieß es. Bisher gelang es aber auch der Botschaft in dem afrikanischen Land noch nicht, Klarheit zu erlangen. Bereits am Mittwoch waren in der gleichen Region zwei französische Geologen von Unbekannten entführt worden. Das Auswärtige Amt hatte daraufhin seine Reisewarnung für die Region verschärft.

Der Landstrich im Norden Malis gilt als Operationsgebiet des afrikanischen Ablegers der Terrororganisation al-Qaida. Möglich scheint deswegen, dass Terroristen hinter den Verschleppungen und dem möglichen Tod des Deutschen stecken. Bereits im Jahr 2009 war eine deutsche Touristin in Mali entführt worden, sie kam nach Monaten in Geiselhaft frei. Gerüchten zufolge hatte die malische Regierung damals mehrere Terrorverdächtige aus dem Gefängnis entlassen und so die Freilassung der Deutschen ermöglicht.

mgb/aar/Reuters/AFP/dpa



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hubert_hummel 26.11.2011
1. Die Operationen werden ausgeweitet
Jetzt macht Al-CIAda auch noch Mali unsicher. Es wird Zeit, dass zuhause endlich mal das Fass überläuft: Es lebe der US-Amerikanische Frühling!
kb26919 26.11.2011
2. Es ist mir vollkommen schleierhaft
Warum es Touristen in Länder wie Mali USW., zieht.....muss wohl vom dazu gehörenden Nervenkitzel kommen....
sackpfeife 12.12.2011
3. ...
Zitat von kb26919Warum es Touristen in Länder wie Mali USW., zieht.....muss wohl vom dazu gehörenden Nervenkitzel kommen....
Wer was von der Welt sehen will, kommt irgendwann zwangsläufig auf Mali. Ein tolles Land, landschaftlich und kulturell. Die Sicherheitslage hat mich aber bisher von einer Reise abgehalten. Wer allerdings jahrein, jahraus nach Malle fliegt, hat dafür sicher kein Verständnis.
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