Überfall in Äthiopien GSG 9 sucht nach verschleppten Deutschen

Einsatz im Grenzgebiet: Mitglieder der Spezialeinheit GSG 9 sind laut SPIEGEL-Informationen nach Äthiopien gereist, um bei der Suche nach entführten Touristen zu helfen. Die Beamten sollen auch die Möglichkeit einer Befreiung erkunden.

GSG-Beamte in Wiesbaden: Vorauskommando in Addis Abeba
DPA

GSG-Beamte in Wiesbaden: Vorauskommando in Addis Abeba


Hamburg - Für heikle Einsätze ist die GSG 9 bekannt, der nächste könnte die Bundespolizisten nach Äthiopien führen. Ein Vorauskommando mit zwei Spezialisten der Elitetruppe ist diese Woche in die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba gereist. Es soll bei der Suche nach zwei entführten Deutschen und zwei Äthiopiern im Grenzgebiet zu Eritrea helfen und eine mögliche Befreiung erkunden. Bei dem Überfall auf zwei Reisegruppen in der Danakil-Wüste waren in der Nacht auf Dienstag fünf Menschen, darunter zwei Deutsche, erschossen worden; vier Männer wurden entführt.

Die Geiselnehmer waren nachts in mehrere Steinhütten eingedrungen und hatten die Touristen im Schlaf überrascht. Rätselhaft ist, warum fünf der Urlauber vor Ort erschossen wurden. Einige Überlebende ließen die Täter, die angeblich der Volksgruppe der Afar angehören, später frei.

Unklar war bis Ende vergangener Woche auch, ob hinter der Entführung politische oder kriminelle Motive stecken. Die Regierung in Addis Abeba beschuldigte die Regierung in Eritrea, die Täter unterstützt zu haben. Bis zum Freitagabend hatten die deutsche Botschaft und zwei eingeflogene Experten des Bundeskriminalamts noch keinen Kontakt zu den Geiselnehmern.

Die überlebenden Deutschen aus der Reisegruppe sind inzwischen in ihre Heimat zurückgekehrt. Die deutschen Behörden haben ein Ermittlungsverfahren gegen die mutmaßlichen Mörder der beiden erschossenen Deutschen eingeleitet

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UnitedEurope 22.01.2012
1.
Zitat von sysopEinsatz im Grenzgebiet: Mitglieder der Spezialeinheit GSG 9 sind nach Äthiopien gereist, um bei der Suche nach verschleppten Touristen zu helfen. Die Beamten sollen auch die Möglichkeit einer Befreiung erkunden. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,810656,00.html
Wäre das nicht eher ein Job für das KSK?
Hugh 22.01.2012
2. Sensationsgier?
Zitat von sysopEinsatz im Grenzgebiet: Mitglieder der Spezialeinheit GSG 9 sind nach Äthiopien gereist, um bei der Suche nach verschleppten Touristen zu helfen. Die Beamten sollen auch die Möglichkeit einer Befreiung erkunden. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,810656,00.html
Muss das unbedingt jetzt schon in die Öffentlichkeit?
galliaestdivisa 22.01.2012
3. Wenn
Zitat von UnitedEuropeWäre das nicht eher ein Job für das KSK?
die da runter gehen, würde man nichts davon erfahren. Die Einsätze desKSK werden geheim gehalten. Bei der GSG 9 ist das nicht der Fall, wie man sieht. Jetzt können auch die Entführer lesen, dass die Deutschen nach ihnen suchen. So was nennt man verantwortlichen Journalismus. Die Jungs wirds freuen.
vox veritas 22.01.2012
4.
Zitat von sysopEinsatz im Grenzgebiet: Mitglieder der Spezialeinheit GSG 9 sind nach Äthiopien gereist, um bei der Suche nach verschleppten Touristen zu helfen. Die Beamten sollen auch die Möglichkeit einer Befreiung erkunden. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,810656,00.html
Schön, daß SPON darüber berichtet. Damit dürfte der Überraschungsmoment dahin sein und die Chance auf eine erfolgreiche Befreiung ebenfalls
whocaresbutyou 22.01.2012
5. der frühe Vogel fängt den Wurm
Zitat von HughMuss das unbedingt jetzt schon in die Öffentlichkeit?
Wulff liegt im "öffentlichen Interesse" schon deutlich hinter dem Dschungelcamp, auf der Costa Concordia ist tote Hose... Und äthiopoische Terroristen lesen ja schließlich keinen Spiegel... *Die Welt hat schließlich ein Recht auf Information!* [/Zynismus off]
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