Fotostrecke

Ehemaliger FC-Bayern-Präsident: Drohbrief an Uli Hoeneß

Foto: Lukas Barth/ REUTERS

Drohbrief Anklage gegen mutmaßlichen Hoeneß-Erpresser erhoben

Er soll versucht haben, 215.000 Euro von Uli Hoeneß zu erpressen: Die Staatsanwaltschaft München hat Anklage gegen einen 50-Jährigen erhoben. Dem Mann wird vorgeworfen, den ehemaligen Bayern-Präsidenten bedroht zu haben.

München - Gegen den mutmaßlichen Erpresser von Uli Hoeneß ist Anklage erhoben worden. "Die Anklage ist bei Gericht eingegangen, über die Zulassung ist aber noch nicht entschieden", sagte die Sprecherin des Oberlandesgerichts München, Andrea Titz. Die Staatsanwaltschaft habe die Anklage bereits im Juli erhoben. Wann bei Zulassung der Anklage der Prozess gegen den 50-Jährigen beginnen würde, ist nach Angaben von Titz noch offen.

Der Mann soll im Mai versucht haben, 215.000 Euro von Hoeneß zu erpressen. Andernfalls drohten dem Ex-Präsidenten des FC Bayern schwerwiegende Konsequenzen in der Haft. Laut der Münchner "Abendzeitung"  drohte der Erpresser damit, Hoeneß das Leben im Gefängnis zur Hölle zu machen. Der Zeitung zufolge geht dies aus einem Schreiben an die Familie Hoeneß hervor. Darin soll der Verfasser behauptet haben, er könne "Einfluss auf den Haftverlauf" nehmen.

Hoeneß sitzt seit dem 2. Juni im Gefängnis in Landsberg am Lech. Das Landgericht München II hatte den 62-Jährigen im März wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 28,5 Millionen Euro zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt. Sein mutmaßlicher Erpresser war im Mai bei einer fingierten Geldübergabe festgenommen worden. Dem Mann drohen bis zu fünf Jahre Haft.

wit/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.