Umstrittene Begnadigung Pädophiler Spanier bleibt in Madrid in Untersuchungshaft

Erst begnadigt, dann wieder festgenommen: Der in Marokko freigelassene spanische Sexualtäter muss vorerst in Madrid im Gefängnis bleiben - das hat ein Gericht entschieden. Nun wollen beide Nationen beraten, wie es in dem umstrittenen Fall weitergeht.

Auf dem Weg zum Richter: Pädophiler Spanier in Madrid bleibt im Gefängnis
AFP

Auf dem Weg zum Richter: Pädophiler Spanier in Madrid bleibt im Gefängnis


Madrid - Der in Marokko begnadigte spanische Sexualtäter bleibt vorerst in Spanien in Haft. Der 63-Jährige sei auf Anweisung eines Madrider Richters wegen Fluchtgefahr ins Gefängnis gebracht worden, teilte das Gericht mit. Dort müsse er eine Entscheidung darüber abwarten, wie es mit ihm weitergeht. Vertreter der spanische und marokkanischen Justiz wollen am Nachmittag darüber beraten.

Der Mann war 2011 in der marokkanischen Hauptstadt Rabat wegen Vergewaltigung von elf Minderjährigen zu 30 Jahren Haft verurteilt worden.

In der vergangenen Woche war er bei einer Amnestie von König Mohammed VI. auf freien Fuß gesetzt worden. Die Entscheidung löste in Marokko so große Proteste aus, dass der König die Begnadigung zurückzog. Marokko stellte einen internationalen Haftbefehl aus, am Montag wurde der Mann in Murcia im Südosten Spaniens gefasst.

hut/dpa/AFP/AP



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