Baden-Württemberg Zwei Polizisten gehörten zum obskuren Verein Uniter

Der umstrittene Verein Uniter soll paramilitärische Trainings durchgeführt haben. Nach SPIEGEL-Informationen waren auch zwei baden-württembergische Polizisten Mitglieder der Gruppe.
Foto: Patrick Seeger/ dpa

Zwei baden-württembergische Polizisten waren vorübergehend Mitglieder des umstrittenen Vereins Uniter. Das geht aus einer Antwort des Stuttgarter Innenministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Landtagsabgeordneten Alexander Maier hervor. Bei einem der Beamten lägen zudem Erkenntnisse "zu einem privaten legalen Waffenbesitz" vor.

Uniter wurde 2016 durch den damaligen KSK-Feldwebel André S. mitbegründet. Unter dem Decknamen "Hannibal" soll S. in der Bundeswehr ein hochkonspiratives Netzwerk rechtsgesinnter Soldaten aufgebaut haben. Dessen Angehörige sollen sich auf einen "Tag X" vorbereitet und dafür Waffen gehortet haben. Bei Uniter war André S. stellvertretender Vorsitzender und ist aktuell Schatzmeister.

Erst vor Kurzem wurde bekannt, dass auch ein Mitarbeiter des baden-württembergischen Landesverfassungsschutzes (LfV) im Uniter-Vorstand aktiv war. Wegen seiner Verstrickungen mit dem obskuren Verein ist der Mann nicht mehr für den LfV tätig, sondern wurde inzwischen versetzt.

bhr
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