Hunderte gestohlene Brautkleider und teure Kosmetik 28-Jähriger muss mehrere Jahre in Haft

Ein Mann aus Bottrop muss vier Jahre und acht Monate ins Gefängnis, weil er 300 gestohlene Brautkleider aufbewahrt und kistenweise Luxuskosmetika entwendet hat. Auch seine Frau und sein Bruder müssen in Haft.
Brautmodengeschäft

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Foto: Getty Images / Image Source

Im Prozess um mehr als 300 gestohlene Brautkleider und Luxuskosmetika im Wert von fast einer halben Million Euro sind vier Angeklagte verurteilt worden. Das Düsseldorfer Landgericht verhängte gegen den 28-jährigen Haupttäter aus Bottrop eine Strafe von vier Jahren und acht Monaten Haft. Das teilte eine Gerichtssprecherin mit. Außerdem ordnete das Gericht wegen einer Kokainsucht des Mannes seine Unterbringung in einer Entzugsklinik an.

Seine 29 Jahre alte Ehefrau wurde zu zwei Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt, weil sie die gestohlenen Kosmetika übers Internet verkauft habe. Der Bruder des Haupttäters erhielt zwei Jahre Haft auf Bewährung. Der vierte Angeklagte, ein mehrfach vorbestrafter 53-Jähriger, muss wegen Beihilfe für ein Jahr ins Gefängnis. Das Gericht berücksichtigte die Geständnisse der Angeklagten strafmildernd.

Über 30 Mal war der 28-Jährige in das Düsseldorfer Lager eines weltweiten agierenden Luxusgüterkonzerns eingestiegen und hatte dort kistenweise Luxuskosmetika im Wert von fast einer halben Million Euro gestohlen. Fünfmal war sein älterer Bruder dabei, stellte das Gericht fest.

Ein Teil der Beute wurde in einem unter falschem Namen angemieteten Container im Düsseldorfer Hafen gebunkert. Dort fand die Polizei auch mehr als 300 Brautkleider, die im Juni 2020 in einem Düsseldorfer Brautmodengeschäft in der Stadtmitte gestohlen worden waren.

»Die Kleider habe ich nur auf Druck meines Drogendealers aufbewahrt«, hatte der 28-Jährige erklärt. Dafür habe dieser ihm Schulden in Höhe von 2500 Euro erlassen. Zu widerlegen war das nicht. Das bereits am späten Mittwoch ergangene Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

mgo/dpa/AFP
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