US-Bundesstaat Iowa Mann verbrennt LGBTQ-Flagge - 15 Jahre Gefängnis

Er riss die Regenbogen-Flagge von einer Kirche ab - und verbrannte sie vor einem Stripklub: Ein Gericht in den USA wertete dies als Hassverbrechen. Den 30-Jährigen erwartet eine lange Haftstrafe.
Regenbogenflagge (Symbolbild): Mit Feuerzeugbenzin übergossen und angezündet

Regenbogenflagge (Symbolbild): Mit Feuerzeugbenzin übergossen und angezündet

Foto: Angela Weiss/AFP

Noch in Haft gab sich Adolfo M. alles andere als reuig. Im Gegenteil: "Ich habe ihren Stolz verbrannt, so einfach ist das." So äußerte sich der 30-Jährige laut eines Berichts der BBC  gegenüber lokalen Medien in Ames im US-Bundesstaat Iowa.

Der Mann hatte eine LGBTQ-Flagge von der Ames United Church of Christ gerissen. Pastorin Eileen Gebbie, die selbst offen homosexuell lebt, hatte das bunte Stoffstück über der Tür ihrer Kirche angebracht.

Laut dem Polizeibericht trug M. die Flagge dann zu einem Stripklub, aus dem er zuvor wegen aggressiven Verhaltens geflogen war. Dort übergoss er die Flagge mit Feuerzeugbenzin und verbrannte sie. Zudem drohte er auch noch, den Klub ebenfalls in Brand zu setzen. Der Vorfall hatte sich bereits im Juni 2019 ereignet.

Ihn erwartet nun eine äußerst ausgedehnte Haftstrafe. Wegen Hassverbrechen muss er für 15 Jahre ins Gefängnis. Offenbar lagen bei dem Täter auch zahlreiche frühere Vergehen vor. Eine zwölfköpfige Jury hatte ihn im November für schuldig befunden, nun wurde das Strafmaß verkündet.

Adolfo M.: Für viele Jahre hinter Gitter

Adolfo M.: Für viele Jahre hinter Gitter

Foto: Story County, Iowa, Public Safety Group/ AP

Klare Worte der Staatsanwältin

"Es war mir eine Ehre, das zu tun. Es war ein Geschenk Gottes", hatte Adolfo M. in dem Interview mit den lokalen Medienvertretern noch hinzugefügt und seine Tat rund heraus mit seinem Hass auf Homosexuelle begründet. Es ist die erste Verurteilung wegen eines Hassverbrechens in Story County, in dem Ames liegt.

Die Staatsanwältin Jessica Reynolds erklärte nach dem Urteil: "Die unschöne Wahrheit ist, dass es Leute gibt, die andere wegen ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung angreifen. In solchen Fällen ist es wichtig, dass wir als Gesellschaft aufstehen und diesen Leuten die schwerwiegenden Konsequenzen ihres Verhaltens klar machen."

jok