US-Justiz Politiker wegen Aufforderung zum Oral-Sex verurteilt

Der Wunsch nach Oral-Sex, ein Toilettenhäuschen, ein Zivilpolizist - und der Abgeordnete ging in die Falle: Ein US-Gericht in Florida sprach einen republikanischen Politiker schuldig. Nun drohen ihm bis zu 60 Tage Haft.


Viera - Das Gericht im US-Bundesstaat Florida sprach den Republikaner Bob Allen wegen Aufforderung zum bezahlten Oralverkehr schuldig. Der Parlamentarier habe sich der Anbahnung von Prostitution schuldig gemacht, hieß es in dem Urteil.

Allen hatte einem Zivilpolizisten als Gegenleistung für Oral-Sex in einem Toilettenhäuschen eines öffentlichen Parks 20 Dollar (14 Euro) angeboten. Nun drohen dem Abgeordneten außer einer Geldstrafe von 500 Dollar bis zu 60 Tage Haft.

Noch im Vorjahr war der Politiker ein Verfechter einer Verschärfung der Strafen für Sexualdelikte. Sein Anwalt gab während des Verfahrens an, Allen hätte geglaubt, er würde ausgeraubt. Nur deswegen sei er dem Zivilpolizisten gefolgt.

Im Juni war der Senator aus Idaho, Larry Craig, wegen eines Sex-Skandals in die Schlagzeilen geraten. Nach seiner Festnahme in einer Flughafentoilette hatte er sich dazu bekannt, sich "anstößig" verhalten zu haben.

Nach Polizeiangaben hatte der Senator versucht, auf der Toilette durch in der Szene wohlbekannte Hand- und Fußzeichen den Mann in der Nebenkabine zu Sexualkontakten aufzufordern. Bei dem Mann handelte es sich jedoch um einen Polizisten, der Craig dann festnahm. Der Senator gibt an, sein Verhalten sei falsch ausgelegt worden.

asc/AP



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