US-Serienmörder Ted Bundy Sheriff spricht über entscheidende Bissspuren

26 Jahre nach der Hinrichtung des amerikanischen Serienkillers Ted Bundy spricht ein ehemaliger Sheriff über Ermittlungsdetails. Bundy hinterließ Bissspuren auf den Körpern seiner Opfer - die dann zu seiner Festnahme führten.

AP

Der Serienkiller Ted Bundy ist in den USA eine Ikone des Bösen. Die Geschichte seiner mindestens 30 Morde an jungen Frauen wurde verfilmt und in Büchern nacherzählt. So ist der Serienmörder, Kidnapper und Vergewaltiger zu einer dunklen Legende geworden.

Mehr als zehn Jahre fahndete man nach Bundy, nahm ihn fest, ließ ihn wegen mangelnder Beweise wieder frei, klagte ihn an, er floh bei einem Gerichtstermin durch das Fenster. Bis er endlich gefasst und angeklagt wurde. 1979 und 1980 verurteilten Gerichte Bundy in drei Prozessen zum Tode. Erst im Todestrakt gestand der Killer, zwischen 1974 und 1978 30 Frauen ermordet zu haben. Doch Bundy werden weitaus mehr Morde zugeschrieben. Im Januar 1989 starb er auf dem elektrischen Stuhl.

26 Jahre nach der Hinrichtung der Serienmörders spricht nun der ehemalige Sheriff Ken Katsaris über den Fall. Er war einer der Ermittler, die damals Bundys Schuld bewiesen - in Zeiten ohne DNA-Tests, nach Jahren der erfolglosen Fahndung. Bundy hinterließ demnach bei manchen Opfern einen grausigen Hinweis: Zahnabdrücke.

"Die Bissspuren wurden zum Herzstück der Untersuchung", sagte Katsaris laut einem Bericht der Zeitschrift "People". Die Abdrücke brachten Katsaris zufolge den Beweis, um Bundy als Serienmörder zu überführen. Sie seien sehr genau dokumentiert und fotografiert worden. Katsaris, der Bundys Zahnabdrücke damals untersuchte, sagte: "Es war, als ob er seine eindeutige Unterschrift hinterlassen wollte."

Katsaris spricht laut "People" am Samstag zum ersten Mal seit fast dreißig Jahren in einem Fernsehinterview über den Fall Bundy, in der amerikanischen Show "Murder Made Me Famous" (Morde haben mich berühmt gemacht). Die Sendung kombiniert nachgestellte Szenen mit Interviews und Fotos, um die Geschichten von Straftätern zu erzählen.

fia

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