US-Staat Utah Verurteilter wählt Tod durch Erschießung

Der zum Tode verurteilte Ronnie Lee Gardner hat keine Wahl - er wird hingerichtet werden. Auswählen durfte er nur die Form der Exekution, der US-Amerikaner entschied sich gegen die Giftspritze und für ein Erschießungskommando.

Verurteilter Gardner: Entscheidung gegen Giftspritze
AP

Verurteilter Gardner: Entscheidung gegen Giftspritze


Salt Lake City - Im US-Staat Utah wird am 18. Juni erstmals seit 1996 ein wegen Mordes verurteilter Mann von einem Erschießungskommando hingerichtet. Richter Robin Reese erließ am Freitag in Salt Lake City eine entsprechende Anordnung, nachdem sich der seit 25 Jahren auf seine Hinrichtung wartende Ronnie Lee Gardner gegen die Giftspritze entschieden hatte.

In Utah kann ein Todeskandidat wählen, ob er erschossen oder vergiftet werden will. Die Hinrichtung mit der Giftspritze wurde in dem US-Staat erstmals 1999 praktiziert. Der 49-jährige Gardner ist der erste zum Tode verurteilte Häftling, der seitdem hingerichtet wird. Das Todesurteil wurde 1985 verhängt, weil er bei einem Ausbruchsversuch einen Mann erschossen haben soll.

Die Giftspritze ist seit 2004 in Utah die Standardmethode für Hinrichtungen. Vier der zehn Insassen in Utahs Todestrakt haben erklärt, sie würden den Kugelhagel der Spritze vorziehen. Von den 35 US-Staaten, die die Todesstrafe erlauben, ist Utah der einzige, in dem Hinrichtungen noch per Erschießungskommando erlaubt sind. Seit der Oberste Gerichtshof der USA 1976 die Todesstrafe wieder erlaubt hat, wurden dort zwei Menschen auf diese Art exekutiert.

luk/apn



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