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In den USA vor Gericht 31-Jähriger kauft Pokémon-Karte für 57.000 Dollar – mit Corona-Darlehen

Der Hype um Pokémon-Karten treibt die Preise in die Höhe. Ein Mann aus dem US-Bundesstaat Georgia investierte, jedoch mit Geld aus einem Corona-Darlehen für Unternehmen. Wegen Betrugs droht ihm nun Haft.
In einem Londoner Comic-Laden stehen Sammelkarten zum Verkauf: Die Preise für Pokémon-Karten gehen in die Hunderttausende

In einem Londoner Comic-Laden stehen Sammelkarten zum Verkauf: Die Preise für Pokémon-Karten gehen in die Hunderttausende

Foto: Ollie Millington / Getty Images

Er wollte sie sich alle schnappen: Ein 31-Jähriger hat sich im US-Bundesstaat Georgia schuldig bekannt, einen Teil seines staatlichen Corona-Darlehens für Unternehmen genutzt zu haben, um eine Pokémon-Sammelkarte für mehr als 57.000 Dollar zu kaufen.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, habe der Mann bei der US-Behörde für kleinere Unternehmen (Small Business Administration) falsche Angaben gemacht. Demnach habe er das Darlehen für ein Unternehmen für »Unterhaltungsdienstleistungen« beantragt, das er behauptete zu besitzen.

Der Mann habe gelogen, was die Anzahl der Beschäftigten und den Jahresumsatz betreffe, so die Staatsanwaltschaft. Die 85.000 Dollar, die der Mann insgesamt bekam, investierte er unter anderem in die Pokémon-Sammelkarte. Wie der Staatsanwalt des Southern District of Georgia, David Estes, erklärte, müsse der Mann aus der Kleinstadt Dublin wegen Betrugs mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 20 Jahren rechnen.

Derartige Preise für seltene Pokémon-Sammelkarten sind nicht ungewöhnlich. So wurde im Oktober 2020 eine Sammelkarte der ersten Generation mit dem Pokémon Glurak für 220.574 Dollar versteigert. Der Hype wird unter anderem von Streamern befeuert, die Hunderttausende Dollar für Pokémon-Karten ausgeben und in den sozialen Netzwerken damit prahlen.

hba/AP

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