USA Flüchtiger Verbrecher schickt Polizei schöneres Fahndungsbild

Die Polizei in Ohio hat nach einem mutmaßlichen Verbrecher gefahndet. Der Gesuchte meldete sich daraufhin - aber nicht, um sich zu den Vorwürfen zu äußern, sondern weil ihm das Fahndungsfoto nicht gefiel.
USA: Flüchtiger Verbrecher schickt Polizei schöneres Fahndungsbild

USA: Flüchtiger Verbrecher schickt Polizei schöneres Fahndungsbild

Foto: Facebook/Lima Police Department

Akkurat geschnittenes Haupthaar, Oberlippenbart und verspiegelte Sonnenbrille: In diesem Style gefällt sich ein 45 Jahre alter gesuchter mutmaßlicher Krimineller offenbar. Aber nicht auf zwei Fahndungsfotos, mit denen die Polizei im US-Bundesstaat Ohio nach ihm suchte . Dort ist er mit Drei-Tage-Bart und schiefem Grinsen oder starrem Blick aus geröteten Augen abgebildet.

Also schickte der Gesuchte der Polizei in Lima ein neues Foto. "Hier ist ein besseres, das andere ist schrecklich", schrieb der Mann zu seinem Selfie.

Die Polizei notierte darunter: "Dieses Bild schickte uns Mr. Pugh persönlich. Wir danken ihm für seine Hilfsbereitschaft, würden es aber jetzt begrüßen, wenn er zu uns aufs Revier kommen würde, um über die Vorwürfe gegen ihn zu reden."

Pugh ist wegen Trunkenheit am Steuer angeklagt, war aber zu einem Gerichtstermin nicht erschienen. Außerdem werde ihm Brandstiftung und Vandalismus vorgeworfen, teilte der Polizeisprecher Andy Green am Dienstag mit.

Pughs Eitelkeit - die laut Green in dieser Form einmalig sei - hat unterdessen zu einiger Aufmerksamkeit geführt, der Post der Polizei wurde binnen weniger Tage tausendfach geteilt, die Ermittler hätten zu dem zahlreiche Hinweise auf seinen möglichen Aufenthaltsort bekommen. Inzwischen sei er in Florida festgenommen worden, schrieb die Polizei  auf ihrem Facebook-Account.

sun/AP

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