Wachkomapatientin bringt Kind zur Welt Chef der Pflegeeinrichtung zurückgetreten

Der Fall hatte Entsetzen ausgelöst: Eine Frau, die seit 14 Jahren im Wachkoma liegt, hat ein Baby bekommen. Nun hat der Chef der privaten Gesundheitseinrichtung seinen Posten abgegeben.


Der Chef der US-amerikanischen Pflegeeinrichtung, in der eine im Wachkoma liegende Frau ein Baby zur Welt gebracht hat, ist zurückgetreten. Wie ein Sprecher mitteilte, nahm der Vorstand die Entscheidung einstimmig an. Vorstandsmitglied Gary Orman teilte mit, die Einrichtung werde "nicht weniger akzeptieren als die umfassende Aufklärung dieser absolut entsetzlichen Situation".

Ende Dezember hatte die Patientin, die nach einem schweren Unfall seit 14 Jahren im Wachkoma liegt, ein Kind zur Welt gebracht. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Frau Opfer eines Sexualverbrechens geworden ist.

Einrichtung ist bereits aufgefallen

Die private Gesundheitseinrichtung in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona kümmert sich überwiegend um Menschen mit geistigen Behinderungen. Bereits 2013 hatte dort ein Fall für Aufsehen gesorgt: Damals hatte ein männlicher Angestellter sexuell eindeutige Bemerkungen in Richtung der Patienten gemacht. 2017 sollen Patienten zudem über mangelnde Privatsphäre geklagt haben.

Das zuständige Gesundheitsministerium kündigte neue Sicherheitsmaßnahmen an: Dazu zählen unter anderem Kontrollbesuche sowie die Verpflichtung, dass bei Patientenkontakt mehrere Mitarbeiter anwesend sein sollen. Behinderteninitiativen fordern zudem Aufklärung zu sexueller Gewalt in Pflegeeinrichtungen und Schulungen des Personals.

sth/AP



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