US-Bundesstaat Georgia Verurteilter Mörder mit Giftspritze hingerichtet

Im US-Bundesstaat Georgia ist ein verurteilter Mörder exekutiert worden. Es war die erste Hinrichtung nach dem Skandal um eine falsch gesetzte Giftspritze in Oklahoma. Der Verurteilte hatte sich fast eine Dreiviertelstunde lang im Todeskampf gewunden.

AP/dpa

Atlanta - Anderthalb Monate nach der qualvollen Exekution eines Todeskandidaten wegen einer falsch gesetzten Giftspritze ist in den USA erstmals wieder ein Mann hingerichtet worden. In Jackson im US-Bundesstaat Georgia wurde in der Nacht zum Mittwoch Marcus Wellons exekutiert. Er soll im August 1989 ein 15-jähriges Mädchen vergewaltigt und getötet haben, wofür er 1993 verurteilt wurde.

Der 59-Jährige sei um 11.56 Uhr Ortszeit für tot erklärt worden, sagte ein Sprecher der Strafvollzugsbehörden. Der Tötungsprozess soll ohne Komplikationen verlaufen sein. Georgia nutzt für Exekutionen per Giftspritze lediglich einen Wirkstoff, das Barbiturat Pentobarbital, während im Bundesstaat Oklahoma ein Cocktail aus drei Wirkstoffen verwendet wird.

Im Oklahoma war die Hinrichtung eines Todeskandidaten am 29. April abgebrochen worden, weil es Probleme mit der Giftinjektion gab. Der Mann wand sich 43 Minuten lang im Todeskampf vor Schmerzen, bis er schließlich einen tödlichen Herzinfarkt erlitt. Nach der Tragödie waren sämtliche Hinrichtungen in den USA gestoppt worden.

Unter Berufung auf die Verfassung, die jegliche "grausame und ungewöhnliche Bestrafung" verbietet, hatte auch der Todeskandidat in Jackson einen Aufschub beantragt. Dies hatte der Oberste Gerichtshof am Dienstag aber abgelehnt.

ala/dpa/AFP/AP

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Kiste 18.06.2014
1. Doppelstrafe
In Deutschland wäre sein "Lebenslänglich" nach über 20 Jahren wahrscheinlich schon beendet und er frei. Es ist aber schon verwunderlich, warum man jemanden, den man sowieso hinrichten will, noch 20 Jahre durchfüttert. Was sind das für Kosten!
wütender_bürger 18.06.2014
2. Also
wenn er es wirklich war damals 1989 dann hätte er es verdient. Und nun an alle Gutmenschen...stellen sie sich vor es wäre ihre 15 jährige Tochter oder Sohn und sie würden ihr geliebtes kind verlieren. Einen Menschen und besonders ein Kind umzubringen und vorher seine wiederlichen gelüste zu befriedigen verdient nichts anderes als den Tod. wie lang waren wohl die Quälen des Mädchens bis ihr Vergewaltiger sie schließlich tötete? In solchen Fällen muss es diese Art für Bestrafung geben ohne wenn und aber. Und was passiert hierzulande? hier bekommen diese Verbrecher noch Freigang und vergehen sich wieder an Kindern wie vor kurzem erst in den Medien. Wiederlich ist das und falls es mein Kind wäre sollte der täter hoffen das ich ihn nicht vorher erwische. Das würde nicht so nett enden wie in einer zweimannzelle mit Hotel Staat.
winki 18.06.2014
3. Hallo Deutschland, nicht vergessen ...
die USA sind unser Vorbild und die meisten unserer Politiker sind ständig damit beschäftigt den Amis in den Anus zu kriechen. Über Todesstrafen in China und anders wo regen sich die Medien und die Politik mit Recht auf. Im Fall Amerika erfolgt nur eine einfache Berichterstattung. Wie fies ist denn das?
fatherted98 18.06.2014
4. Scheiß Todesstrafe...
...wann wird es endlich auf dieser Welt zu einem gemeinsamen Beschluss gegen die Todesstrafe kommen. Egal was ein Mensch verbrochen hat...solange er eingesperrt bleibt kann er nix mehr anrichten...und eine lebenslange Haft kann härter sein als ein schneller Tod...die Quälerei hier ist noch ein Grund schnellstmöglich von der Todesstrafe zu lassen....so was nennt sich dann Demokratie mit Menschenrechten.
Annabelle1811 18.06.2014
5. Eigenartig!
Ein Mensch darf einen anderen Menschen nicht töten. Das ist bei Strafe verboten. Ein öffentliches Gericht darf es aber von Gesetzes wegen schon !?!? Wie soll man das verstehen! Und dann noch bei diesen vielen Fehlurteilen nach Falschaussagen, Rassismus und den eigenartigen amerikanischen Regeln. Unbelehrbar wie beim Waffengesetz!
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