USA Radiosender wegen Todesfall bei Trink-Wettbewerb verurteilt

Eine junge Frau starb nach einem Wassertrink-Wettbewerb, jetzt ist der Veranstalter zur Rechenschaft gezogen worden: Ein kalifornisches Gericht hat den Radiosender zur Zahlung von 16,5 Millionen Dollar an die Familie der Toten verurteilt.

San Francisco - In den USA muss ein Radiosender Entschädigung an die Familie einer jungen Frau zahlen, die nach einem Wassertrink-Wettbewerb des Senders gestorben war. Ein Gericht in Kalifornien hat KDND-FM am Donnerstag (Ortszeit) zur Zahlung von 16,5 Millionen Dollar verurteilt.

Vor zwei Jahren hatte der Sender einen obskuren Wassertrink-Wettbewerb veranstaltet. Sieger sollte sein, wer das meiste Wasser trinkt, ohne auf die Toilette zu gehen oder sich zu erbrechen. Für den Gewinner wurde eine Nintendo-Spielekonsole ausgelobt.

An dem Wettbewerb nahm auch die 28-jährige Jennifer Strange teil. Sie verlor, klagte anschließend bei Kollegen über Kopfschmerzen und musste nach Hause gehen. Wenig später wurde sie tot aufgefunden. Eine Autopsie ergab, dass sie an einer Wasservergiftung starb, also zuviel Flüssigkeit in kurzer Zeit zu sich genommen hatte.

Die Familie verklagte daraufhin den Radiosender auf 34 Millionen Dollar Schadensersatz - nach zweiwöchigen Beratungen sprachen die zwölf Geschworenen ihr 16,5 Millionen Dollar zu.

can/AFP
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