Michael Avenatti Früherer Stormy-Daniels-Anwalt soll Nike erpresst haben

Michael Avenatti ist einer der prominentesten Anwälte der USA, zuletzt vertrat er Pornodarstellerin Stormy Daniels. Jetzt wurde der Jurist festgenommen - wegen eines mutmaßlichen Erpressungsversuchs.

Michael Avenatti spricht nach seiner Freilassung zu Journalisten
Carlo Allegri/ REUTERS

Michael Avenatti spricht nach seiner Freilassung zu Journalisten


Der prominente US-Anwalt Michael Avenatti ist wegen des Verdachts festgenommen worden, den Sportartikelhersteller Nike erpressen zu wollen. Er habe von Nike gut 20 Millionen Dollar gefordert, teilte die Staatsanwaltschaft in New York via Twitter mit. Avenatti habe der Firma damit gedroht, angebliches Fehlverhalten von Angestellten publik zu machen, wie aus der Klageschrift hervorging.

Nike erklärte, das Unternehmen habe zum Zeitpunkt des Erpressungsversuchs längst mit den Ermittlern zusammengearbeitet. "Nike lässt sich nicht erpressen und würde keine Informationen in Zusammenhang mit einer staatlichen Untersuchung verstecken."

Am Montagabend wurde Avenatti gegen Zahlung einer Kaution von 300.000 Dollar (rund 265.000 Euro) wieder freigelassen. Er sei überzeugt, vollständig entlastet zu werden, sagte er vor dem Gerichtsgebäude. "Ich werde niemals aufhören, diesen guten Kampf zu kämpfen."

Am gleichen Tag erhob auch die Staatsanwaltschaft in Los Angeles Anklage gegen Avenatti. Dort wird ihm Betrug angelastet.

Avenatti hatte die Pornodarstellerin Stormy Daniels in deren Rechtsstreit mit US-Präsident Donald Trump vertreten und war so bekannt geworden. Bereits im Herbst vergangenen Jahres war Avenatti kurzfristig festgesetzt worden. Die Vorwürfe häuslicher Gewalt hatten sich aber nicht erhärtet.

sun/dpa/Reuters

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