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14. August 2019, 10:07 Uhr

USA

Teenager ruft zu Waffengewalt gegen Polizisten auf - Festnahme

In den USA hat die Polizei einen 18-Jährigen festgenommen, der im Internet Gewalt gegen Polizisten propagiert hat. Bei dem mutmaßlichen Abtreibungsgegner wurden Waffen und reichlich Munition gefunden.

15 Sturmgewehre, zehn halbautomatische Pistolen, 10.000 Schuss Munition: Im US-Bundesstaat Ohio hat die Polizei einen jungen Mann festgenommen, der im Internet zu Schusswaffenangriffen aufgerufen und im Haus seines Vaters Waffen gehortet hatte.

Gegen den 18-Jährigen sei Anzeige erstattet worden, weil er in einem Onlineforum zur Tötung von Polizisten aufgerufen habe, teilte die Bundespolizei FBI mit.

Das FBI wirft dem Teenager vor, im Onlineforum iFunny Waffengewalt verherrlicht zu haben. Konkret soll er dazu aufgerufen haben, die auf Familienplanung spezialisierte Organisation Planned Parenthood anzugreifen und "auf alle Bundespolizisten" zu schießen. Rund 4400 Nutzer lasen regelmäßig die Beiträge des jungen Mannes.

Bei der Durchsuchung des Hauses in der Stadt Boardman fand das FBI neben Waffen und Munition auch Tarnkleidung. Der Mann gab laut Bundespolizei zu, die Drohungen im Internet veröffentlicht zu haben. Er bezeichnete sie jedoch als "einen Scherz".

Nach zwei Schusswaffenangriffen Anfang des Monats wird in den USA wieder über die lockeren Waffengesetze diskutiert. Ein mutmaßlich von rassistischen Motiven getriebener 21-Jähriger hatte am 3. August in der texanischen Stadt El Paso 22 Menschen getötet. Am selben Tag erschoss ein 24-Jähriger in der Stadt Dayton in Ohio neun Menschen.

US-Präsident Donald Trump hatte nach den Attacken strengere Hintergrundüberprüfungen von Waffenkäufern in Aussicht gestellt. Die oppositionellen Demokraten fordern aber eine umfassende Reform des Waffenrechts.

ala/dpa

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