USA Textilfabrikant muss wegen Sklaventreiberei ins Gefängnis

Ein südkoreanischer Textilfabrikant ist in den USA wegen Menschenhandels zu 40 Jahren Haft verurteilt worden. Er soll seine Arbeiter wie Sklaven gehalten haben.


Washington/Honolulu - Der 52-jährige Unternehmer hatte mehr als 200 vietnamesische und chinesische Arbeiter seiner Fabrik in Amerikanisch-Samoa mit Festnahmen, Verschleppungen und brutaler physischer Gewalt unterjocht, teilte das US-Justizministerium mit. Es handle sich um den schlimmsten Fall "moderner Sklaverei", der jemals in den USA verfolgt worden sei, hieß es.

Der Südkoreaner war bereits in einem Prozess vor zwei Jahren für schuldig befunden worden. Das Strafmaß wurde aber erst jetzt von einer Bundesrichterin auf Hawaii verkündet. Die Fabrik des Südkoreaners stellte Textilien für große US-Handelsketten her. Beschäftigte, die sich über die Arbeitsbedingungen beschwerten, wurden nach Angaben des Ministeriums von dem Südkoreaner oder seinen Aufsehern brutal bestraft. Eine Frau sei so schlimm verprügelt worden, dass sie ein Auge verloren habe.



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