USA Verbrechensforscher begeht offenbar Doppelmord

Ein 45-jähriger Dozent in den USA soll zwei Menschen ermordet haben, die ihm nahestanden. Nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei tötete er sich selbst.


Ein Dozent im US-Bundesstaat Mississippi hat offenbar seine Partnerin und einen Kollegen erschossen. Anschließend tötete er sich selbst. Wie die Polizei mitteilte, wurde die Leiche des 45-jährigen mutmaßlichen Täters in einem Waldstück gefunden. Der Mann forschte an der Delta State University in Cleveland zur Geografie von Verbrechen.

Nach Polizeiangaben soll der Dozent zunächst seine Lebensgefährtin zu Hause im Küstenort Gautier getötet haben. Dann sei er fast 500 Kilometer zu seiner Universität gefahren und habe einen Professor für Amerikanische Geschichte in dessen Büro erschossen.

Die Universität warnte sofort alle Studenten und Angestellten. Der mutmaßliche Schütze lieferte sich über fast 60 Kilometer eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Dann flüchtete er zu Fuß in ein Waldstück, bevor die Beamten einen Schuss hörten und die Leiche des Gesuchten fanden.

Der Dozent hatte bereits an der Delta State University studiert und im vergangenen Jahr seinen Doktortitel erhalten. Zu seinen Fachgebieten zählten Kriminal- und Wirtschaftsgeografie, Sozialkunde sowie die Erstellung von Leistungstests. Der Name des Dozenten taucht in einem Buch des getöteten Kollegen bei den Danksagungen auf.

Über ein Motiv wurde bislang nichts bekannt.

sms/AFP/AP

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