USA Verhafteter deutscher Kapitän wieder frei

Ein wegen fahrlässiger Tötung verurteilter deutscher Kapitän ist wieder auf freiem Fuß. Laut Urteilsspruch eines US-Gerichts muss der 59-Jährige innerhalb der nächsten 72 Stunden die USA verlassen und rund 46.000 Euro Entschädigung an die Angehörigen des Opfers zahlen.


Mobile - "Die Richterin hat uns das gegeben, worum wir sie gebeten haben", sagte der Anwalt des Kapitäns, Irwin Schwartz, sichtlich erleichtert. Schröder sei der glücklichste Mensch auf der Welt. Er saß seit dem Unfall im Hochsicherheits-Gefängnis in Bay Minette.

Das Gericht in Mobile im US-Bundesstaat Alabama verurteilte den Kapitän zu einer Haftstrafe von drei Jahren auf Bewährung und einer Entschädigungszahlung von rund 46.000 Euro an die Hinterbliebenen. Da Schröder deutscher Staatsbürger ist und das Land verlässt, muss er sich nach den Worten von Schwartz nicht regelmäßig vor Ort bei Gericht melden.

Schröder wird nach den Worten seines Anwaltes zu seiner Frau, die er seit 14 Monaten nicht gesehen habe, nach Großbritannien gehen. Schwartz rechne damit, dass der Kapitän spätestens heute das Gefängnis für immer verlassen könne.

Kapitän Wolfgang Schröder aus Hamburg hatte mit seinem Schiff, der 162 Meter langen "Zim Mexico III", beim Anlegen im Hafen von Mobile nach dem Ausfall des Bugstrahlruders eine Containerbrücke gerammt, wobei ein 46-jähriger Elektriker auf dem Kran ums Leben kam.

jjc/AP/dpa



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