FBI-Statistik Zahl der Morde in den USA steigt um zehn Prozent

In den USA wurden 2015 rund 16.000 Menschen ermordet - ein drastischer Anstieg gegenüber dem Vorjahr.
Polizeiabsperrung in Chicago

Polizeiabsperrung in Chicago

Foto: Scott Olson/ Getty Images

Die Zahl der Morde in den USA ist im Jahr 2015 deutlich gestiegen: um 10,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das geht aus der jährlichen Kriminalitätsstatistik des FBI  hervor, über die die "New York Times" berichtet . Das ist demnach der stärkste Anstieg im Jahresvergleich seit mindestens 20 Jahren.

Dem FBI zufolge wurden 2015 in den USA fast 16.000 Morde registriert. Ein erheblicher Teil davon wurde in größeren Städten wie Baltimore, Chicago und Washington verübt.

Allerdings liege die Mordrate immer noch ungefähr um die Hälfte niedriger als in den Neunzigerjahren. Damals hatte die Zahl dieser Verbrechen ihren Höchststand erreicht. Dies ging mit einer Crack- und Kokainepidemie einher, berichtet die Zeitung.

Insgesamt sei die Zahl der Gewaltverbrechen im vergangenen Jahr mit 1,2 Millionen um 3,9 Prozent im Vergleich zu 2014 gestiegen. Das ist nach den Berechnungen der "New York Times" dennoch der drittniedrigste Stand seit 15 Jahren. Im Jahr 1996 lag die Zahl der Gewaltverbrechen bei gut 1,7 Millionen.

sun/dpa
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