US-Bundesstaat Utah Mann soll vierjährigen Sohn zu Schüssen auf Polizei angewiesen haben

In den USA hat ein Kleinkind auf Polizisten gefeuert – offenbar auf Geheiß seines Vaters. Dieser war nach einem Streit um eine Fast-Food-Bestellung festgenommen worden.

Es ist ein besonders drastisches Beispiel der, vorsichtig formuliert, fragwürdigen Waffenbestimmungen in den USA. Wie unter anderem der britische »Guardian« berichtet , hat ein Mann seinen Sohn dazu gebracht, auf Polizisten zu schießen. Das Kind ist den Angaben zufolge vier Jahre alt.

Der Vorfall ereignete sich in Midvale, einem Vorort von Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah. Nach bisherigem Stand war ein Mann im Drive-Through eines Fastfood-Restaurants mit den Angestellten in Streit geraten. Offenbar war er mit dem Resultat seiner Bestellung unzufrieden. Im Laufe des Wortgefechts soll der Mann eine Waffe gezogen haben.

Die Angestellten wiesen ihn daraufhin an, im Auto zu warten, während sie seine Bestellung in Ordnung brächten. Stattdessen verständigten sie die Polizei.

Diese mussten den 27-Jährigen gewaltsam aus seinem Fahrzeug holen. Während sie ihn schließlich abführten, sah einer der Beamten die Mündung einer Waffe im geöffneten Heckfenster des Pick-Up-Trucks. Einer der Polizisten konnte die Waffe noch wegstoßen, als diese abgefeuert wurde. Ernsthaft verletzt wurde dabei niemand.

Wie der »Guardian« unter Berufung auf die Polizei weiter berichtet, habe der Beamte noch »Kind« gerufen, mutmaßlich um seine Kollegen vom Gegenfeuer abzuhalten. Tatsächlich wurden keine weiteren Schüsse abgegeben.

Kinder in Obhut, Vater in Haft

Eine Zeugin berichtete später, sie habe beobachtet, wie der Mann seinen Sohn angewiesen habe, auf die Beamten zu feuern. Neben dem Vierjährigen befand sich noch ein dreijähriges Kind in dem Fahrzeug.

Der Vater der Kinder muss sich wegen Bedrohung und Kindesmisshandlung verantworten. Er befindet sich in Haft, die Kinder wurden nach Angaben der »Washington Post«  vorerst in staatliche Obhut gebracht. Die Polizei sprach von einem »traurigen Tag«. Der Beamte am Heckfenster des Autos habe jedoch in jedem Fall »Leben gerettet«.

jok