Verdächtige Post Briefe mit weißem Pulver in drei Gerichtsgebäuden eingegangen

In drei Bundesländern gingen in Justizgebäuden Briefe mit weißem Pulver ein. Die Substanz wird derzeit von Spezialisten überprüft.

Feuerwehrleute vor dem Justizzentrum in Gera
DPA

Feuerwehrleute vor dem Justizzentrum in Gera


In Bayern, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern hat der Fund von verdächtigem weißen Pulver zu Spezialeinsätzen von Polizei und Feuerwehr geführt.

Ein Brief mit dem verdächtigen Inhalt hatte zunächst im Justizzentrum in Gera Aufregung ausgelöst. Polizei und Spezialisten der Feuerwehr rückten an. Zugleich wurde ein Gebäude, in dem mehrere Gerichtsverhandlungen anberaumt waren, gesperrt. Gegen 7.30 Uhr sei das Schreiben in der Poststelle geöffnet worden, teilten Polizei und Landgericht mit. Zwei Mitarbeiter, die mit dem Brief direkt in Kontakt kamen, wurden ins Krankenhaus gebracht, sind laut Polizei aber augenscheinlich unverletzt.

In speziellen Schutzanzügen sei es Spezialisten der Feuerwehr gelungen, die noch unbekannte Substanz in einem Sicherheitsbehälter zu verwahren. Er wurde zur Untersuchung in ein Labor nach Bad Langensalza (Thüringen) gebracht. Ein Ergebnis werde frühestens am Nachmittag erwartet, sagte die Sprecherin des Landgerichts, Kerstin Böttcher-Grewe. So lange werde das Gebäude gesperrt bleiben müssen. Radioaktivität habe bereits ausgeschlossen werden können.

Auch im Amtsgericht Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern wurde die Poststelle evakuiert, weil dort ein Brief ohne Absender gefunden wurde, der weißes Pulver enthielt. Das Amtsgericht sei gesperrt worden, niemand komme hinein oder heraus. Aus Parchim werde ein Feuerwehrtrupp mit Spezialausrüstung erwartet, um den Brief zu bergen.

Ein dritter Fall beschäftigte die Einsatzkräfte im bayerischen Coburg . Auch in der Poststelle des dortigen Gerichtsgebäudes wurde weißes Pulver gefunden, das laut Polizei untersucht wird.

cnn/dpa



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