Freundin vergewaltigt und gefoltert "So etwas noch nie in einer Akte gelesen"

Er stach mit einem Messer auf seine Lebensgefährtin ein, biss sie, schlug sie und vergewaltigte sie: Das Düsseldorfer Landgericht hat die Taten eines 35-Jährigen als besonders schwer eingestuft - und ihn in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen.


Düsseldorf - Das Düsseldorfer Landgericht hat einen 35-Jährigen zu sieben Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt - wegen besonders schwerer Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung. Der Mann muss in eine geschlossene Psychiatrie. Das Gericht stufte ihn wegen einer Depression als vermindert schuldfähig ein.

Er hatte gestanden, seine Verlobte vergewaltigt und gefoltert zu haben. Das Martyrium der Frau hatte sich über zwei Tage hingezogen. Der Verurteilte fesselte und knebelte seine Lebensgefährtin in der gemeinsamen Wohnung. Er verletzte sie mit einem Messer, biss sie, schlug sie und vergewaltigte sie.

Die Frau verlor durch die Torturen mehrfach das Bewusstsein. "So etwas habe ich überhaupt noch nie in einer Akte gelesen", sagte der Vorsitzende Richter beim Prozessauftakt.

Er habe vor der Tat enorme Mengen Alkohol und Kokain konsumiert, sagte der Angeklagte aus. Nach der Tat hatte er die Feuerwehr informiert. Rettungskräfte fanden die Frau. 45 Prozent ihrer Körperoberfläche waren verbrannt.

wit/dpa



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