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01. April 2008, 10:07 Uhr

Verhandlung in der Türkei

Prozess gegen Marco Weiss vertagt

247 Tage saß er in türkischer Untersuchungshaft, nun sollte vor einem Gericht in Antalya erneut der Fall von Marco Weiss verhandelt werden. Doch das Verfahren wurde wieder einmal verschoben - auf Anfang Juli.

Antalya/Istanbul - Nach einer kurzen Verhandlung hat man sich vertagt: Am 4. Juli soll der Missbrauchsprozess gegen Marco Weiss in der Türkei fortgesetzt werden. Es solle zunächst der Eingang des psychologischen Gutachtens über das mutmaßliche Opfer Charlotte abgewartet werden, erklärten Marcos Anwälte Michael Nagel und Matthias Waldraff in Hannover.

Schüler Marco Weiss: Prozess auf Juli verschoben
DDP

Schüler Marco Weiss: Prozess auf Juli verschoben

Der 18-jährige Schüler aus Uelzen selbst war auf Anraten seiner Ärzte nicht zur der Verhandlung gereist. "Das Gericht hat ausdrücklich betont, dass Marco auch am nächsten Verhandlungstag nicht persönlich erscheinen muss", sagten die Anwälte.

Marco soll im Osterurlaub in der Türkei im vergangenen Jahr die damals 13-jährige Britin Charlotte in einem Hotelzimmer sexuell missbraucht haben. Er bestreitet dies.

Der Schüler aus Uelzen in Niedersachsen war am 12. April 2007 im türkischen Side festgenommen worden. Ihm zufolge war es im Einvernehmen mit dem Mädchen zu Zärtlichkeiten in deren Hotelzimmer gekommen.

Im Dezember 2007 wurde Marco Weiss, der bis dahin in Antalya in Untersuchungshaft gesessen hatte, Haftverschonung gewährt. Die türkischen Behörden hatten es ihm freigestellt, weiterhin an dem Prozess teilzunehmen. Nach acht Monaten Untersuchungshaft und langem juristischen Ringen war er im Dezember vergangenen Jahres freigelassen worden und nach Deutschland zurückgekehrt.

han/dpa/AP

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