Verletzte Familienehre Bruder misshandelt brutal eigene Schwester

Er wuchtete ihr einen Pflasterstein auf den Kopf, schleuderte sie gegen ein Garagentor und trat wie von Sinnen auf sie ein: Aus angeblich verletzter Familienehre hat ein 21-Jähriger in Trier mitten auf der Straße seine Schwester misshandelt.

Trier - Wegen versuchten Totschlags hat das Amtsgericht in Trier Haftbefehl gegen den 21-jährigen Deutschen irakischer Herkunft erlassen: Der Mann soll seiner 17-jährigen Schwester auf offener Straße schwerste Verletzungen zugefügt haben, wie die Staatsanwaltschaft Trier mitteilte. Als Motiv nennt die Staatsanwaltschaft verletzte Familienehre.

Mit einem Pflasterstein soll der 21-Jährige seiner Schwester von hinten auf den Kopf geschlagen haben. Als das Mädchen zu Boden stürzte, setzte er seine Misshandlungen mit Tritten gegen den Kopf und das Gesicht des Opfers fort. Später riss er sie an den Haaren hoch, schleuderte sie gegen ein Garagentor und versetzte ihr weitere Schläge und Tritte ins Gesicht. Auch eine Betreuerin des Jugendamtes, die mit der 17-Jährigen unterwegs war, wurde von dem Bruder verletzt.

Erst die Mutter und der jüngere Bruder des 21-Jährigen konnten ihn an weiteren Misshandlungen hindern.

Die 17-Jährige hatte im April wegen familiärer Konflikte ihr Elternhaus verlassen und war unter Betreuung des Jugendamtes gestellt worden. Am Tattag war sie zusammen mit der Betreuerin in das Elternhaus gekommen, um einen Bafög-Antrag von den nach wie vor sorgeberechtigten Eltern unterschreiben zu lassen. Nach Verlassen des Hauses lauerte ihr Bruder ihr auf und drohte, sie umzubringen.

jjc/ddp

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