Vermisste Kinder "Der Täter ist einer von ihnen"

Fieberhaft sucht die Polizei nach dem seit Wochen vermissten Mirco. Die Hoffnung, ihn lebend zu finden, wird von Stunde zu Stunde geringer. SPIEGEL ONLINE zeigt, was ein verschwundenes Kind für Eltern und Ermittler bedeutet.

DPA

Hamburg - Sie verschwinden beim Spielen oder auf dem Nachhauseweg. Manchmal wird ein Ranzen gefunden, eine Jacke oder ein Fahrrad. Manchmal aber auch nichts. Oft fehlt jede Spur von einem vermissten Kind - schon nach wenigen Stunden sinkt die Chance, es lebend zu finden.

Mirco ist zehn Jahre alt, als er verschwindet. Der inzwischen Elfjährige wurde am 3. September zuletzt gesehen, an einer Bushaltestelle in Grefrath. Der Junge hatte mit einem Freund auf einer Skateranlage gespielt, dann rief seine Mutter bei ihm auf dem Handy an. Sie war besorgt, weil er noch nicht zu Hause war. Mirco wollte sich gleich mit dem Fahrrad auf den Heimweg machen - doch in seinem Elternhaus kam er nie an.

Fahrrad, T-Shirt und Jogginghose des Jungen wurden gefunden. Nach seinem Handy sucht die Polizei vergeblich. Tausende Polizisten waren in den letzten Wochen an der Suche nach Mirco beteiligt. Teilweise arbeiten sie in ihrer Freizeit, ein vermisstes Kind lässt niemanden kalt. "Als ich von den Umständen gehört habe - das ein Junge seit 12 Stunden vermisst wird, sein Fahrrad gefunden wurde - da war ich wie elektrisiert", sagt Polizeisprecher Willy Theveßen.

Vermisste Kinder in Deutschland - der Fall des elfjährigen Mirco zeigt die Probleme auf. Wie viele Kinder verschwinden, wer sind die Täter und was kann die Polizei tun? SPIEGEL ONLINE beantwortet die zentralen Fragen:



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