Vermisster Elias Polizei lässt Fluss in Potsdam ausbaggern

Seit mehr als einer Woche ist der sechsjährige Elias aus Potsdam spurlos verschwunden. Jetzt bringt die Polizei schweres Gerät zum Einsatz - zuvor hatten Hunde angeschlagen.
Schweres Gerät auf der Nuthe: Flüsschen wird teilweise ausgebaggert

Schweres Gerät auf der Nuthe: Flüsschen wird teilweise ausgebaggert

Foto: Ralf Hirschberger/ dpa

Auf der Suche nach dem vermissten Elias aus Potsdam wird ein Teil des Flüsschens Nuthe ausgebaggert. Der Bagger wurde am Donnerstag zu Wasser gelassen, sagte ein Polizeisprecher. Zuvor hatten am Ufer Hunde angeschlagen, die auch Leichen aufspüren können. Das müsse aber nicht heißen, dass es um den Jungen gehe.

Der Sechsjährige wurde am Mittwoch vor einer Woche zuletzt auf einem Spielplatz im Potsdamer Stadtteil Schlaatz gesehen. Seitdem ist er verschwunden. Der ausgebaggerte Schlamm aus dem nahen Fluss soll nun auf einer Schwimmplattform durchsucht werden. An der Stelle war nach Polizeiangaben bereits mehrfach mit Tauchern gesucht worden.

Am Mittwoch war der Fall Elias auch Thema bei der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY ungelöst". Ein Polizeisprecher sagte, man habe mehrere Hinweise erhalten. Eine Zahl nannte er nicht. Zuvor hatte es mehr als 430 Hinweise gegeben.

Die Ermittler prüfen auch Parallelen zum Fall Inga. Das fünfjährige Mädchen wird seit Anfang Mai vermisst. Es verschwand damals spurlos in einem Waldstück bei Stendal in Sachsen-Anhalt. Auch dort fehlt bisher eine heiße Spur. Vor einer Woche blieb eine Suche mit Spezialhunden ohne Erfolg.

sms/dpa
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